Studie über Pegida-Anhänger

Eine interessante Studie zu Pegida (und damit auch zum Rechtspopulismus): „Die populistische Rechte nährt sich in ihrer Anfangszeit stets aus dem Fleisch des bürgerlichen Lagers und der soziologischen Mitte…, wächst dann aber stark an durch Arbeiter, die seit Jahren mit den sozialdemokratischen Parteien beziehungsweise der politischen Linken unzufrieden sind. … Überhaupt ist auffällig – und eine zentrale Differenz zu den Demonstrationen etwa gegen Stuttgart 21 und die Startbahnerweiterung in München -, dass der durchschnittliche Pegida-Anhänger in seinem Leben bis dato einen Bogen um Demonstrationen, Unterschriftenaktionen oder ähnliches gemacht hat. Wir haben es hier also mit einer neu politisierten Gruppe und Lebenswelt zu tun. Die Zivilgesellschaft hat Zuwachs im Engagementbereich erhalten – aber anders, als die Theoretiker und Festredner der Bürgergesellschaft und der Selbstinitiative sich das stets gewünscht und naiverweise erhofft hatten. …
Verdruss, Misstrauen, politische Misanthropie wuchern in diesen Milieus so stark, dass in Zukunft auch Parteien wie die AfD vor Argwohn und Ablehnung nicht sicher sein können. Pegida-Leute sind die allergrößten Fans plebiszitärer Willensbildung, als Voraussetzung des von ihnen heiß ersehnten starken Staates. Die klassisch bonapartistische Versuchung ist größer geworden.“ Den Zusammenhang hier finden: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pegida-wer-geht-zu-den-demos-und-warum-gehen-sie-auf-die-strasse-a-1074028.html