Dankbarkeit & Freude
impulse für gottesdienste und weitere anlässe
>> vgl. auch “urlaubszeit - gebete - segenswünsche” >>
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Haben Christen Grund zur Freude?
Vor ein paar Jahren ist mir eine Karikatur begegnet. Darauf sieht man einen Seminarleiter. Dieser verkörpert die Trägheit und Motivationslosigkeit in Reinform: Gekrümmte Haltung, hängender Kopf, hängende Schultern, trübe Augen. Um ihn herum sitzen im Stuhlkreis ebensolche freudlosen Gestalten. Doch die Krönung der Karikatur ist eine Sprechblase. Darin stehen die Worte, mit denen der schläfrige Seminarleiter seine Zuhörer begrüsst: „Ich heisse Sie herzlich willkommen zu unserer Tagung ‘Haben Christen Grund zur Freude?’” - Wirklich nur ein Witz? Oder nicht auch ein wenig Realsatire?
Siehe, ich verkündige euch grosse Freude
Kurz vor der Ankunft von Jesus lautet die weihnachtliche Botschaft an die Hirten bei den Schafen: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch grosse Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.” (Lukas 2,10)
Jesus tut Wunder
Bezeichnend: Das erste Wunder von Jesus im Johannes-Evangelium findet auf einer Hochzeit statt: Gewöhnliches Wasser wird edelster Wein. „Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen in Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit.” (Johannes 2,11)
Oder (wie es in einem Lied von Christoph Zehendner heisst): „Der Lahme vertraut seinen Beinen, beginnt einen stürmischen Freudentanz. Der Blinde braucht nicht mehr zu weinen, sein Auge wird hell und berauscht sich am Glanz. Der Tote erwacht neu zum Leben, denn Jesus ruft ihn aus dem Tode heraus. Wer ihm folgt, kann Leben erleben: Die Herrlichkeit Gottes strahlt von ihm aus.” (Johannes-Evangelium: Kapitel 5, Kapitel 9, Kapitel 11.)
Freude am Glauben
Welche Erfahrungen haben Sie mit der Freude am christlichen Glauben gemacht? Stehen Ihnen eher bedrückte und depressive Bilder vor Augen? Denken Sie beim christlichen Glauben zuerst an humorlose Leute, die zum Lachen in den Keller gehen? Oder kommen Ihnen fröhliche Zeichen voller Hoffnung und Freude in den Sinn?
Wie eine Hochzeitsfeier
Nochmals begegnet uns in der Bibel das Bild von einer Hochzeit. Jesus will damit etwas deutlich machen, was mit Freude zu tun hat: „Es kamen einige, die fragten Jesus: Warum fasten die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer, und deine Jünger fasten nicht? - Jesus antwortete: Wie können die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten.” (Markus 2,18-19)
Die ersten Christen liessen den nötigen religiösen Ernst vermissen - so schien der Eindruck der Beobachter. Jesus antwortet ihnen mit dem Bild von der Hochzeitsfeier: Das, was bei den Christen auffallen soll, ist, dass sie sich wie auf einer Hochzeit fühlen. Denn auf einer Hochzeit, da fastet man nicht, sondern da wird gefeiert, und da freut man sich (normalerweise).
Die Freude am Herrn ist unsere Stärke
Schon das alttestamentliche Buch des Statthalters Nehemia kennt solche Feier-Freude. Die Israeliten damals waren schwer gezeichnet von den depressiven Erfahrungen im Exil, fern von der Heimat. Abseits von Freude und Hoffnung fristeten sie ihr Dasein. „What to do? Was nun?” - Die positive Initiative hiess: „Gottesdienst feiern!” Ja, das ist es! Und zwar mit folgenden Ermutigungs-Worten: „Esst fette Speisen” (damals eine Delikatesse) „und trinkt süsse Getränke … und seid nicht bekümmert; denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.” (Nehemia 8,10)
Daran entzündet sich die Freude: Gott hat seinen Leuten Hoffnung und Weg-Weisung gegeben. Schon in den Psalmen lesen wir: Das eigentliche Ziel der Handreichungen Gottes für unser Leben ist nicht Trauer, sondern Freude! (Psalm 1; 19;119)
Finder-Freude
Liebe Leserin, lieber Leser: Auch Sie sind dem lebendigen Gott nicht gleichgültig. Egal, in welcher Situation Sie sich befinden. In Jesus sagt Gott „JA!” zu Ihnen und mir. Er sucht uns sogar in den Sackgassen und schmerzenden Dornen unserer Lebenswege. Und wenn Gott und Mensch sich wieder gefunden haben, dann werden Freunde und Nachbarn zum Hirtenfest eingeladen: „Freut Euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden.” (Lukas 15,6)
Vollkommene Freude?
In den Abschiedsreden von Jesus (also in seinem Vermächtnis) begegnet uns erneut das Freuden-Motiv: Jesus redet zu seinen Jüngern, damit seine „Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde.” (Johannes 15,11)
Ob das kirchliche Leben wohl auch dazu beitragen kann, dass Ihre Freude „vollkommen” wird? Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Kirche als Ort der Motivation zur Hoffnung und Freude erleben und dass Sie sich fröhlich begrüsst fühlen: Ja, Christen haben Grund zur Freude. Zur ansteckend gesunden Freude!
Carsten Hess, Pfr. (Presse-Artikel Juni 2010)
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“Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König!” - Jesaja 52,7
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Ich bin dankbar…
…für die Steuern, die ich zahle, …
weil das bedeutet, dass ich Arbeit habe.
…für die Kleidung,
die ein bisschen zu eng sitzt, …
weil das bedeutet,
dass ich genug zu essen habe.
…für den Rasen, der gemäht werden muss, Fenster, die geputzt werden und Dachrinnen, die repariert werden müssen, …
weil das bedeutet, dass ich ein Zuhause habe.
…für all’ die Beschwerden über die Regierung, die ich höre, …
weil das bedeutet, dass wir ein Recht auf freie
Meinungsäußerung haben.
…für die Parklücke, die ich am äußersten Ende des Parkplatzes finde, …
weil das bedeutet, dass ich laufen kann und mit der Benutzung eines Autos gesegnet bin.
…für den Mann, der in der Kirche sitzt und vielleicht falsch singt, …
weil das bedeutet, dass ich hören kann - und dass sogar Männer den Weg in die Kirche finden.
…für den Wäsche- und Bügelberg, …
weil das bedeutet, dass ich Kleidung habe.
…für Müdigkeit und schmerzende Muskeln am Ende des Tages, …
weil das bedeutet, dass ich fähig bin, durchzuhalten.
…für den Wecker, der früh morgens klingelt, …
weil das bedeutet, dass ich lebe.
Und schließlich…
…für „zu viele” Anrufe und E-Mails, …
weil das bedeutet, dass ich Freunde habe, die an mich denken.
Wer am meisten an mich denkt, ist der lebendige Gott.
Er rollt mir auch die Steine vom Herzen, die mich am Danken hindern.
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(nach Psalm 98):
Kommt und singt, all ihr Menschen! Brecht euer Schweigen. Atmet tief durch.
Kommt und singt! Lasst Lippen lachen, denn Wunder gescheh’n unter uns.
Taube hören, Stumme reden, Hassende lieben,
Einsame tanzen, Schuldige danken.
Heil breitet sich aus. Die Zukunft fängt schon an!
Denn Gott ist unterwegs. Er ist schon da.
Kommt immer und immer noch. Er holt sich seine Welt zurück.
Alles soll endlich wieder gut werden!
Himmel und Erde, singt unserm Gott ein neues Lied.
Kommt aus den Häusern, lauft auf die Straßen!
Ruft’s von den Dächern, dass jeder es hört!
Stimmt Instrumente, wagt neue Rhythmen!
Schreibt neue Songs, denn der Trauergesang stirbt!
Kommt und singt, all ihr Menschen! Brecht euer Schweigen. Atmet tief durch.
Kommt und singt! Lasst Lippen lachen, denn Wunder gescheh’n unter uns.
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„Du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe.“
Psalm 139,13 b
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Glauben heißt wissen: es tagt!
Hell wird es, wenn man es wagt,
das alte Leben zu verliern
und neue Schritte zu riskiern.
In Jesu Namen - komm doch mit!
Gott rollt den Stein von unserm Tod.
Schon sehen wir das Morgenrot.
Wer ihm gehört, sieht, dass es tagt,
ein neues Leben wird gewagt,
ein neues Leben wird gewagt.
Gott schenkt uns weiten Horizont,
durch seinen Geist, der in uns wohnt.
Komm doch heraus aus dem Versteck
und nimm dein Leben Gott nicht weg,
und nimm dein Leben Gott nicht weg.
Weil Jesus auferstanden ist,
hält keine Macht der Welt uns fest,
ihm zu gehorchen, zu vertrauen
und mit an Gottes Welt zu baun,
und mit an Gottes Welt zu baun.
Text & Musik: Wolfgang Vorländer
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engl. + deutsch:
Come let us sing / Kommt, stimmt mit ein
Come let us sing, sing to the Lord,
Come let us shout - joyfully.
Let us give all - our praises to him.
He’s the great God, King of kings.
‘Cause Jesus is the rock - of my salvation,
And He is the lover of my soul.
So let us praise His name - and give Him the glory!
He is King!
Kommt, stimmt mit ein -
singt unserm Gott -
Lieder des Danks - grenzenlos.
Bringt Euch mit ein -
spürt seine Kraft -
Feuer, das neu - Leben schafft.
Gott ist der wahre Grund - uns’rer Gemeinschaft -
und er lädt uns ein: Kommt, folgt mir nach!
Wer seine Worte hört - wird frei, so zu handeln,
dass die Welt - besser wird!
engl.: trad.
deutsch: © 2006 by C. Heß
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Credo - Ein Glaubensbekenntnis
An Gott hab ich mein Leben festgemacht.
Am Vater, der die Welt ins Leben rief.
Der vor allem Anfang war und bis ans Ende bleiben wird.
Der beständig ist und ewig, wie ein Felsen, unbeirrt.
Der den Himmel und die Erde schuf und voller Liebe lenkt.
Der allmächtig ist und dennoch wie ein Vater an uns denkt.
An Gott hab ich mein Leben festgemacht.
An Jesus, der der Herr und Retter ist.
Der der Sohn ist von dem Vater, unser Herr durch alle Zeit.
Der uns Gott ganz nahe brachte, Licht in unsre Dunkelheit.
Der als Mensch geboren wurde, für uns starb und auferstand.
Durch den Tod ging, daß wir leben, und uns so mit Gott verband.
An Gott hab ich mein Leben festgemacht.
Am Geist, der mich im Innersten berührt.
Der uns liebevoll begleitet auf dem Weg zu unserm Ziel.
Der uns Mut macht zur Versöhnung und Gemeinschaft stiften will.
Unsern Blick schärft für die Wahrheit und uns so zur Umkehr treibt.
Der uns frei macht von uns selber und für immer bei uns bleibt.
An Gott hab ich mein Leben festgemacht.
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Bin überreich beschenkt (GEBET)
Reich, du machst mein Leben
wirklich reich und gut.
mit einem Gut,
das zu erreichen sich lohnt.
Und dessen Wert sich ständig vermehrt
mit jedem Menschen der mich prägt,
der mich liebt und erträgt.
Ich bin reich, manche Begegnung
macht mich reich und froh.
Wenn mich beeindruckt
wie ein anderer lebt,
dann lern ich viel und komme dem Ziel
ein gutes Stück näher.
Bin überreich beschenkt
Mit so viel Kapital,
weil du, mein Gott,
mir liebevolle Freunde gibst.
Wie sich das weiße Licht
in bunte Farben bricht,
so seh’ in vielen Menschen
ich auch dein Gesicht.
Ruhig, tragende Treue
macht mich ruhig und frei.
Wenn mir ein Mensch
trotz meiner Fehler vertraut,
mich hinterfragt durch das, was er sagt
und dennoch fest bei mir bleibt,
meine Ängste vertreibt.
Ruhig, solche Gemeinschaft
macht mich ruhig und stark.
Es gibt mir Kraft, dein Wort
von Freunden zu hörn.
Bin fasziniert, bin persönlich berührt,
dass du, Gott, so nah bist.
Bin überreich beschenkt.
Andreas Malessa
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Wie ein Fest nach langer Trauer, wie ein Feuer in der Nacht,
ein off’nes Tor in einer Mauer, für die Sonne aufgemacht.
Wie ein Brief nach langem Schweigen, wie ein unverhoffter Gruß,
wie ein Blatt an toten Zweigen, ein „Ich-mag-dich-trotzdem-Kuss”.
So ist Versöhnung. So muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung. So ist Vergeben und Verzeihn.
Wie ein Regen in der Wüste, frischer Tau auf dürrem Land.
Heimatklänge für Vermisste, alte Feinde, Hand in Hand.
Wie ein Schlüssel im Gefängnis, wie in Seenot „Land in Sicht”,
wie ein Weg aus der Bedrängnis, wie ein strahlendes Gesicht.
Wie ein Wort von toten Lippen, wie ein Blick, der Hoffnung weckt,
wie ein Licht auf steilen Klippen, wie ein Erdteil, neu entdeckt.
Wie der Frühling, wie der Morgen, wie ein Lied, wie ein Gedicht,
wie das Leben, wie die Liebe, wie Gott selbst, das wahre Licht.
So ist Versöhnung. So muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung. So ist Vergeben und Verzeihn.
Jürgen Werth
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Schritte wagen im Vertrauen auf einen guten Weg.
Schritte wagen im Vertrauen, dass letztlich ER mich trägt.
Schritte wagen, weil im Aufbruch ich nur sehen kann:
Für mein Leben gibt es einen Plan.
Schritte kann man manchmal sehen, Spuren, die noch nicht verweht.
Wege, die auch andere gehen, ob da jemand vor mir geht?!
Schritte kann man manchmal hören: Kindertrippeln, Stöckelschuh,
Gleichschrittschritte, die mich stören,
Schritte kommen auf mich zu.
Schritte kann man manchmal spüren. Freude will mit mir hinaus.
Füße fangen an zu frieren, tanzen sie sich dann nicht aus.
Schritte kann man sich erdenken, klug beschreiben einen Schritt.
Manches kann man sich auch schenken, nimmt der Kopf den Fuß nicht mit.
Schritte kann und darf man gehen. Schritte führen uns zum Ziel.
Ohne Schritte bleibst du stehen und verpasst dabei so viel.
Schritte wagen im Vertrauen auf einen guten Weg.
Schritte wagen im Vertrauen, dass letztlich ER mich trägt.
Schritte wagen, weil im Aufbruch ich nur sehen kann:
Für mein Leben gibt es einen Plan.
Clemens Bittlinger
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Mutterliebe
Lebte ich in einem Haus von makelloser Schönheit und Ordnung und hätte keine Liebe, so wäre ich eine Haushälterin, keine Mutter.
Hätte ich Zeit zum Waschen, Polieren und Dekorieren und hätte keine Liebe, so lernten meine Kinder zwar Sauberkeit und Ordnung, aber nicht, was göttliche Reinheit ist.
Liebe übersieht den Schmutz auf der Suche nach dem Lächeln des Kindes.
Liebe freut sich über die winzigen Fingerabdrücke an der frisch geputzten Fensterscheibe.
Liebe wischt erst die Tränen ab, bevor sie die verschüttete Milch aufwäscht.
Liebe ist einfach da, wenn man sie braucht. Sie weist zurecht, korrigiert und reagiert.
Liebe krabbelt mit dem Baby, läuft mit dem Dreikäsehoch, rennt mit dem Schulkind und tritt zur Seite, damit der Jugendliche erwachsen werden kann.
Liebe ist der Schlüssel, der das Herz deines Kindes für Gottes frohe Botschaft aufschließt.
Bevor ich Mutter wurde, rühmte ich mich meiner perfekten Hausfrauenfähigkeiten. Nun rühme ich Gott über dem Wunder meines Kindes. Als Mutter muss ich mein Kind vieles lehren; aber das Größte und Wichtigste von allem ist die Liebe.
Jo Ann Merrell - 1. Korinther 13
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Copiloten
Sie sind da, wenn wieder keiner mit ins Kino geht,
weil halt keiner so wie du auf null-null-sieben steht.
Sie verlieren keine Worte, geben dir den Eintritt aus,
und danach den Cappuccino, bringen dich sogar nach Haus.
Sie sind da und hören neidlos, wie begehrt du bist,
und sie bleiben auch, wenn dich die ganze Welt vergisst.
Sie sehn hinter die Fassade, kennen dich ganz ungeschminkt,
kennen alle deine Schwächen, wissen, wie dein Weinen klingt.
Viel Verständnis, manchmal Streit,
viel Geduld und sehr viel Zeit,
stets im Brennpunkt, ganz nah dran:
Freunde sind wie Copiloten - auf der Lebensachterbahn.
Sie sind da, auch wenn du sie nicht eingeladen hast
und sie fragen nicht danach, ob dir ihr Dasein passt,
sie verziehn sich auf dein Sofa, sehn mit deinen Kindern fern,
und den Rest vom Mittagessen mögen sie besonders gern.
Sie sind da, wenn du im Urlaub ‘nen Begleiter suchst,
ganz egal, auch wenn du wieder mal „Last Minute” buchst.
Sie gehen mit auf jede Reise, fliegen mit dir um die Welt,
ignorieren ihren Magen, der nicht viel vom Fliegen hält.
Sie sind da, wenn du mal wieder ein Jahr älter wirst
und beim Blick in deinen Spiegel ganz den Mut verlierst.
Sie gestehen dir ganz unverblümt ihr eigenes Gewicht
Und sie schenken dir zum Trost ein selbst geschriebenes Gedicht.
Sie sind da, wenn du mal richtig miese Laune hast,
sagen dir auch dann die Meinung, wenn es dir nicht passt.
Sie sind wie der Sonnenstrahl, der durch die Wolkendecke bricht,
sie verwandeln Zornesfalten in ein lachendes Gesicht.
Bernd-Martin Müller
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Das möcht’ ich hören
Ganz früh am Morgen durch den Park zu geh’n
und einmal träumen, wie das wär:
Könnt ich die Lieder der Natur versteh’n.
Das tu’ ich gern, das reizt mich sehr.
Kristall’ne Glocken sind der Tau im Gras,
und Töne tropfen dort vom Dach.
Den Wasserfällen macht das Klatschen Spaß,
und leise murmelt hier der Bach.
Ich möchte hören, wie das klingt.
Wie dir die Schöpfung Lieder singt.
Dich loben Wasser, Erde, Feuer, Luft.
Das möcht ich hören. Das möcht ich hören.
Wie schön der Chor der tausend Blätter singt,
und was ein Baum mir wohl erzählt,
wenn ihn der Sommerwind zum Rauschen bringt,
dankt er dem Boden, der ihn trägt.
Wenn fern am Horizont der Donner rollt,
eine Flamme prasselnd brennt.
Im wilden Tanzen pfeifend Atem holt,
und knistert, springt und rennt.
Dann wüsst ich gerne, was das heißt.
Wie dich die Schöpfung lobt und preist.
Dich loben Wasser, Erde, Feuer, Luft.
Das möcht ich hören. Das möcht ich hören.
Andreas Malessa
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Der Gaukler
Er steht vor dem dunklen Klostertor,
seine Geige in der Hand.
Müde von der Wanderschaft
all die Jahre durch das Land.
Und er träumt von sanfter Ruhe
in dem großen, kühlen Bau.
Doch dann sieht er seine Schuhe
und er erinnert sich genau:
Er war der größte Gaukler
in jedem bunten Saal.
Und da zuckt es, und er denkt sich;
„Noch ein allerletztes Mal!”
Und er tanzt und springt,
so wild er kann,
bis es ihm den Atem raubt.
Und wer ihn sieht, fängt zu lachen an,
wenn er sich gen Himmel schraubt.
Ja, er tanzt mit Herz und Seele,
alles, was in ihm erklingt,
bis der Glanz in seinem Herzen
von der Lust am Leben singt.
Mit vielen Brüdern steht er dann
ganz still im Chorgestühl.
Das ist so fremd und leise,
so ein seltsames Gefühl.
„Die alle sind so nah bei Gott,
nur auf mir liegt ein Bann.
Ich bin die Kutte gar nicht wert,
weil ich nicht beten kann.”
Doch als er abends ganz allein
noch in der Bank ausharrt,
durchzuckt es ihn: „Ich lobe Gott
jetzt mal auf meine Art.”
Und er tanzt und springt…
Ein Mönch hat heimlich zugesehn,
und sie holen ihn zum Abt.
Der alte Gaukler schämt sich,
denn er fühlt sich ja ertappt.
Er fällt voll Demut auf die Knie:
„Meine Schuld ist fürchterlich.”
Der Pater aber küsst ihn:
„Bitte, bete du für mich!
Wo ich nur leere Worte hab,
da tanzt dein Herz voll Kraft.
Komm, zeig es uns,
wir brauchen alle diese Leidenschaft.”
Und er tanzt und springt,
so wild er kann,
bis es ihm den Atem raubt.
Und wer ihn sieht, fängt zu loben an,
wenn er sich gen Himmel schraubt.
Ja, er tanzt mit Leib und Seele,
alles, was in ihm erklingt,
bis der Glanz in seinem Herzen
von der Liebe Gottes singt.
Duo Camillo (Vogt/ Schultheiss)
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Das ist doch herrlich (Ein Kinderlied)
Ein Fußballspiel im Sommer - alle sind erhitzt.
Dir läuft der Schweiß in Strömen, du bist nassgeschwitzt.
Dann rennst du in die Dusche, weil es wunderbar erfrischt,
wenn herrlich kaltes Wasser auf die Birne zischt.
Das ist doch herrlich. Das ist fantastisch.
Du kannst Gott dankbar sein für alles, was er Gutes an dir tut.
Er redet ehrlich und auch ganz praktisch.
Gott macht dir Mut. Gott macht dir Mut!
Was Schlimmes ist passiert durch einen Bösewicht.
Und jeder sagt: „Du warst es!”, doch du warst es nicht.
Dann kommt die Wahrheit raus, und der es war, der schreit „Au wei!”,
und wie ein frischer Wasserstrahl macht dich die Wahrheit frei.
Beim Skifahr’n in den Bergen überm Winterwald,
da stehst du lang am Lift, und es ist bitterkalt.
Ganz durchgefror’n und müde kommst du dann in euer Haus
und ruhst in einer herrlich warmen Badewanne aus.
Du sagst was Falsches. Alle lachen: „Bist du blöd!”.
Du schämst dich und wirst rot, weil keiner zu dir steht.
Doch einer sagt:
„Na und? Wir wollen Freunde sein!”
Wie warmes Wasser
hüllt dich seine Freundschaft ein.
Das ist doch herrlich. Das ist fantastisch.
Du kannst Gott dankbar sein für alles, was er Gutes an dir tut.
Er redet ehrlich und auch ganz praktisch.
Gott macht dir Mut. Gott macht dir Mut!
Andreas Malessa/ Dieter Falk/ Arno Backhaus
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Freunde - von PUR
Es ist schön, dich zu kennen, mit dir zu reden oder auch Musik zu hör’n,
sogar Schweigen ist nie peinlich zwischen uns, und das ist gut so.
Heucheln und Lügen ist sinnlos, weil wir uns gegenseitig fast wie Glas durchschaun.
Wir machen uns schon lange nichts mehr vor, und das ist gut so.
Du hast in meinem Arm geweint, so manche Nacht mit mir durchträumt,
die letzten Zweifel ausgeräumt.
Ich kenn dich - und Du mich.
Du bist nicht hart im Nehmen, du bist beruhigend weich.
Dich nicht zu mögen, ist nicht leicht.
Du bist kein Einzelkämpfer, du bist so herrlich schwach.
Vertrau mir und benutz mich. Wozu sind denn schließlich Freunde da!?
Ich les‘ in deinen Gesten und freu mich, wenn dein echtes Lachen klingt.
Die Brücke zwischen uns ist gnadenlos belastbar. Und das ist gut so.
Wir kosten uns Nerven, tauschen Ideen und manchmal auch das letzte Hemd,
philosophieren und lachen und werden uns nie mehr fremd, und das ist gut so.
Wir haben uns versöhnt, verkracht. So manchen blöden Witz belacht,
uns gegenseitig Mut gemacht. Ich brauch dich - und Du mich.
Du bist nicht hart im Nehmen, du bist beruhigend weich.
Dich nicht zu mögen, ist nicht leicht.
Du bist kein Einzelkämpfer, du bist so herrlich schwach.
Vertrau mir und benutz mich. Wozu sind denn schließlich Freunde da!?
Hartmut Engler
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Freunde sind selten und selten bequem,
sind manchmal kantig und unangenehm.
Wolln nicht gefallen, sondern zu dir gehörn,
stehn „auf der Matte“, auch wenn sie grad störn.
Freunde sind leise und schauen dir zu,
lassen dich weise, wenn nötig in Ruh.
Haben nicht nur sich selber im Blick,
lassen dir Zeit und ziehn sich zurück.
Freunde sind ehrlich und locken dich raus,
werden gefährlich dem Kartenhaus.
Lassen die Spiele dir nicht durchgehn –
es sind nicht viele, die so zu dir stehn.
Freunde zu finden, ist ziemlich schwer,
denn wer läßt sich binden und gibt von sich mehr
als ein „Hallo“ und ein wenig Zeit.
Wer ist schon zum Geben und Lieben bereit?
Freude sind selten…
Clemens Bittlinger
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(Ein Kinderlied)
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.
Das ist das Wort, mit dem man am besten
Gott loben und preisen kann;
in aller Welt - im Osten und Westen hört es sich ähnlich an.
Man kann es singen, laut oder leise.
Gott hat seine Freude dran.
So tut es jeder auf seine Weise; jeder so gut er kann.
Man kann es flüstern, rufen und sprechen.
Gott hört es in jedem Fall.
Wenn wir das Danken bloß nicht vergessen, klingt es bald überall.
Hella Heizmann
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Die wunderbare Zeitvermehrung - Fantasiereise zu einem biblischen Motiv.
Und er sah eine große Menge Volkes, die Menschen taten ihm leid, und er redete zu ihnen von der unwiderstehlichen Liebe Gottes. Als es dann Abend wurde, sagten seine Jünger: Herr, schick diese Leute fort, es ist schon spät, sie haben keine Zeit. Gebt ihnen doch davon, so sagte er, gebt ihr ihnen doch von eurer Zeit! Wir haben selber keine, fanden sie, und was wir haben - dieses wenige - wie soll das reichen für so viele? Doch war da einer unter ihnen, der hatte noch fünf Termine frei, mehr nicht, und ein anderer hatte zwei verfügbare Viertelstunden. Mit einem Lächeln nahm er die fünf Termine und die beiden Viertelstunden in die Hand, blickte auf zum Himmel, sprach ein Dankgebet, und dann ließ er die kostbare Zeit an die vielen Menschen austeilen. Und siehe da: Das Wenige reichte nun für alle. Am Ende füllten sich sogar zwölf wertvolle Tage des Energie-Tankens und Gemeinschafts-Erlebens. Niemand ging, wie er gekommen war. Ein unfassbares Staunen erfüllte die Herzen. Denn bei ihm ist Unmögliches möglich.
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Brotvermehrung
(von Andreas Malessa)
Vor dem Bahnhof auf dem Parkplatz steht ein viel zu junges Mädchen,
sagt:
Für ‘n Fünfziger - mit allem, was Du willst…
Sie braucht dringend Geld zum Spritzen,
und sie hat ein eignes Zimmer,
ich sag >Fehlanzeige< - und sie blickt mir nach…
Nachts der Taxifahrer sagt:
Ich nehm’ grundsätzlich keine Türken, …
und die Wut in seinen Augen macht mir Angst.
Ganz am Anfang war doch er auch
für mehr Frieden und Verständnis,
jetzt am Ende herrscht in ihm der blanke Hass.
Setz’ mich in den Intercity zu den Nadelstreifenherren,
sind so ernst und wichtig, und doch so egal.
Es gibt Kaffee, und wir reden,
plötzlich zittert ihm die Stimme:
Meine Frau zog mit den Kindern neulich aus…
Und ich denk an die Vermehrung
von fünf Broten und zwei Fischen
durch den Mann, der unser’n Lebenshunger stillt.
Wer den traf,
bei dem vermehrte sich die Liebe und der Friede,
was wir nötiger benötigen als Brot.
Doch was red’ ich hier von andern,
ich bin selbst oft stur und lieblos
und verteile meistens Steine nur statt Brot.
Ich hab viel zu wenig Liebe,
schaffe viel zu wenig Frieden,
deshalb wundert mich, wie oft es doch geschieht:
Dieses Wunder der Vermehrung von fünf Broten und zwei Fischen
durch den Mann, der unsern Lebenshunger stillt.
Wer den trifft, bei dem vermehrt sich die Liebe und der Friede,
was wir nötiger benötigen als Brot.
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