Trauer & Trost
impulse für gottesdienste und weitere anlässe
>> vgl. auch “urlaubszeit - gebete - segenswünsche” >>
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Siehe, um Trost war mir sehr bange. Du aber hast dich meiner Seele herzlich angenommen, dass sie nicht verdürbe; denn du wirfst alle meine Sünden hinter dich zurück.
Jesaja 38,17
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Gott will das dunkle Gestern
in ein helles Morgen verwandeln -
zuletzt in den leuchtenden Morgen der Ewigkeit.
Martin Luther King
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Ich will dich trösten - zu Jesaja 66,13 und Psalm 131,2
Bist von grenzenloser Liebe eingehüllt. Von einer Liebe, die sich hingibt, sich verschenkt, die behutsam deine leeren Hände füllt, die zuerst an das, was dir jetzt gut tut, denkt. Die sich ganz für dich entscheidet und nicht erst fragt, was du daraus machst. Die, wenn du leidest, mit dir leidet und mit dir lacht, wenn du lachst.
Ich will dich trösten, ich will dich trösten. Ich will dich trösten - wie eine Mutter tröstet. Ich will dich trösten, ich will dich trösten. Ich will dich trösten wie eine Mutter ihr Kind.
Ganz geborgen, auch wenn du es grad nicht spürst, dass da jemand greifbar nahe bei dir ist. Jemand, den du nicht durch Masken irre führst, jemand, der dich so nimmt, wie du eben bist. Der dich mit guten Worten segnet, der deine kranke Seele pflegt, der dir mit Zärtlichkeit begegnet, der seinen Arm um dich legt.
Ich will dich trösten, ich will dich trösten. Ich will dich trösten - wie eine Mutter tröstet. Ich will dich trösten, ich will dich trösten. Ich will dich trösten wie eine Mutter ihr Kind.
Christoph Zehendner
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
…hinab gestiegen in das Reich des Todes…
Kennen Sie Menschen, für die scheinbar alle unangenehmen Erfahrungen im Leben ganz einfach weg-gebetet und weg-geglaubt werden können? Ehrlich gesagt: Ich halte eine “theologia gloriae” ohne die “theologia crucis” für unbiblisch. Das heißt: Wir können und dürfen die Kreuzwege und bitteren Erfahrungen nicht leugnen. Wir dürfen sie nicht überpinseln mit Hilfe einer vorschnellen Herrlichkeits- und Sieges-Theologie.
Warum nicht? Weil auch in der Bibel keine einzige Leid-Erfahrung beschönigt wird. Im Gegenteil: Die Bibel sagt: Wir müssen da durch. Wir müssen durch mehr oder weniger alles hindurch - wie durch die Hölle. Auch das letzte Buch der Bibel ist ganz realistisch. Keine Träne wird geleugnet. Tränen werden geweint. Das soll auch so sein. Vorschnelle “Jesus-macht-alles-wieder-gut-Weine-nicht-Sprüche” können Verheerendes anrichten. Denn trauernde Menschen erwarten offene Ohren, Respekt, Verständnis, Einfühlungsvermögen, Ehrlichkeit und mehr.
Tröstende Menschen brauchen Geduld und Liebe, langen Atem, Sensiblität und nach Möglichkeit auch das Verwurzelsein in einem tiefen und echten Glauben.
Nicht selten dauert Trost lange. Und manchmal sind wir drauf und dran, den Mut zu verlieren. Auch weil es nicht in unser aller Wunschbild von Gott passt, dass er eben nicht auf Knopfdruck alles Leid in Freude verwandelt. Aber bitte denken Sie, denkt Ihr an die biblische Verheißung, die schon jetzt unsere Kreuzwege kreuzt:
Wenn du auch durchs dunkle Tal wanderst, so ist ER bei dir. Seine Nähe zaubert leider den dunklen Tunnel nicht so weg wie wir das gerne hätten. Aber er wird dich hindurch-leiten.
Und wenn du dann mal durch den dunklen (möglicherweise relativ langen) Tunnel hindurch bist, wenn du es “geschafft hast”, wenn du hindurch-begleitet worden bist (falls du das möchtest), dann leuchtet dir Gottes neue Wirklichkeit! Gott selbst wird es sein, der die Spuren des Bösen, des Alten, des Kaputten abwischen wird (Offenbarung 21 Vers 4). Wenn alles wackeln wird, dann gilt wenigstens noch diese Zukunfts-Verheißung aus Gottes ewiger Welt.
Besonders in diesem Zusammenhang hat die Passionszeit (das Gedenken an das Leiden und Sterben von Jesus) ihren sichtbaren Sinn. Und eine tiefe seelsorgliche Dimension: Wem es schlecht geht (körperlich und/ oder seelisch), der ist eingeladen zum Kreuz. Da hängt der Schmerzensmann. Bibeldeutsch: Das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt (Johannes 1 Vers 29). Jesus hat das Böse nicht durch eine Blitzaktion zerplatzen lassen. Sondern Jesus hat das Böse getragen. An diesem Ort - Golgatha - wo Jesus unter der Last zusammengebrochen ist, da dürfen wir innehalten. Und Stück für Stück auf uns wirken lassen, was hier passiert: Alles Leid, das Menschen je gelitten, jeder Schmerz, der uns peinigt, schreckliche Angst, die uns begegnet, tiefe Verlorenheit, die keinem von uns fremd ist: Es gibt nichts, was Jesus nicht ertragen hat. Nichts, was er nicht erlitten hat. Nichts, was ihm nicht angetan wurde. Deshalb wird er uns verstehen, wenn wir flehen, schreien, beten! Deshalb wird er uns halten, wenn wir den Boden unter den Füßen verlieren! Niemand kann tiefer fallen als in Gottes Arme. Jesus Christus ist Gottes eindrückliches Exempel. An Jesus statuiert der lebendige Gott seine Schöpfermacht.
Er spricht ein Wort. Und: Jesus lebt! Gott hat ihn auferweckt. Wirklich auferweckt. Aus dem Tode herausgeholt. Halleluja!
Ein tragendes Treppengeländer auf meinem Lebensweg ist für mich immer wieder der feierliche Osternachts-Gottesdienst: Die Kirche ist dunkel. Alles schmeckt nach Tod. Und der wird nicht weggezaubert. Sondern er wird ausgehalten, während wir alle innehalten - und spüren, dass der Tod eine schmerzhafte Realität ist. Aber: Diese Realität wird nicht verdrängt, sondern wird durchlitten und durchschritten und - am Ende besiegt! Diese biblische Befreiungs-Botschaft können alle Generationen auf sich wirken lassen: Aus Dunkel wird Licht. Langsam aber sicher. Aus Trauer wird Freude. Nicht sofort - aber ganz sicher! Aus Wut wird Mut - das ist sicher.
Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen und Euch die Erfahrung der therapeutisch-tröstlichen Seelsorge des lebendigen Gottes! Mögen diese Trost-Seiten hier eine kleine Ahnung/ ein kleiner Hauch von “imitatio Dei” sein - zaghaft-andeutungsweise Nachahmung Gottes im menschlichen Miteinander - mit dem Wissen: Wenn Menschen Böses widerfährt, dann muss geholfen werden. Unaufdringlich und “echt” aber gleichzeitig so wirksam wie möglich.
Und möge der lebendige Gott Ihnen und Euch mit seinen Gedanken so nahe wie möglich sein: “Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides!”
Ihr und Euer Pfarrer Carsten Heß
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Am Abend der Welt
Selbst in der tiefsten aller Krisen bist du, Gott, uns Menschen nah. Selbst am Ende unsrer Tage scheint dein Licht uns hell und klar. Selbst im Tod schenkst du uns Leben, schenkst uns Hoffnung, sprengst die Zeit. Drum kannst du uns aufsteh’n helfen aus den Krisen unsrer Zeit.
Clemens Bittlinger
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Jenseits der Zeit gibt es kein Leid. Keine Tränen an dem Ort, den wir Himmel nennen.
Clemens Bittlinger
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Hiob wird von drei Freunden besucht
Als aber die drei Freunde Hiobs all das Unglück hörten, das über ihn gekommen war, kamen sie, ein jeder aus seinem Ort: Elifas von Teman, Bildad von Schuach und Zofar von Naama. Denn sie waren eins geworden hinzugehen, um ihn zu beklagen und zu trösten. Und als sie ihre Augen aufhoben von ferne, erkannten sie ihn nicht und erhoben ihre Stimme und weinten, und ein jeder zerriss sein Kleid und sie warfen Staub gen Himmel auf ihr Haupt und saßen mit ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte und redeten nichts mit ihm; denn sie sahen, dass der Schmerz sehr groß war.
Hiob 2,11-13
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Welch ein Freund ist unser Jesus, weist den Weg und kennt das Ziel. Brücke zwischen Gott und Menschen. Keine Last ist ihm zu viel. Wie oft haben wir gezweifelt und uns um uns selbst gedreht? Wenden wir den Blick zu ihm hin, machen ernst mit dem Gebet.
Wenn Verwirrungen uns drohen, und manch Sturm rings um uns weht, brauchen wir uns nicht zu fürchten, sind getröstet im Gebet. Da erweist sich Jesu Treue, wie er uns zur Seite steht als ein mächtiger Erretter, denn er hört unser Gebet.
Sind mit Sorgen wir beladen, so dass niemand mit uns geht, er verheißt uns seine Nähe, weil er immer zu uns steht. Richten wir den Blick zum Licht hin, schöpfen Kraft aus dem Gebet: Jesus zeigt sich als der wahre König, Priester und Prophet.
Text: Joseph Scriver 1820-1885 (Überarbeitung: C. Heß); Melodie: Charles Crozat Converse 1834-1918
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Der Pilot
Hast du auch schon oft geglaubt, du könntest keinen Schritt mehr weitergehn? Bist du auch oft wie krank, dem Irrsinn nah? Doch Weltschmerz-Tabletten gibt es nicht. Und bevor Du Dich total verlierst, schafft ER Dir wieder klare Sicht. Wenn Du jonglierst und die Balance verlierst, wenn sich der Abgrund auftut ohne einen Halt, dann ist Er da! Denn wenn’s drauf ankommt, ist Jesus dein Pilot, der dich sicher durch alle Stürme der Gefühlswelt fliegt. Wenn dir der Abstieg ins Jammertal droht, ist ER die Quelle des Lebens, die nie versiegt!
nach Clemens Bittlinger, 2001
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Die Platte am Grab ist weggerollt, die Gruft ist leer, der Leichnam fort. Zwei Römer schaun sich ratlos an: “Wer außer Gott durchbricht den Tod?”
Zwei Frauen gehen Sonntagfrüh zum Grab - erschrocken finden sie statt Friedhofsluft ein helles Licht, weil Jesus auferstanden ist! Die Salbe war schon angerührt, mit der man Mumien konserviert. Der seligen Erinnerung blieb keine Zeit, weil Jesus lebt! Als er sich zeigt, mit ihnen spricht - fast glauben sie’s noch immer nicht -, verkünden sie im Jüngerkreis: Die Liebe hat den Tod besiegt!
Die Platte am Grab ist weggerollt, die Gruft ist leer, der Leichnam fort. Zwei Römer schaun sich ratlos an: “Wer außer Gott durchbricht den Tod?”
Er zeigt sich Hunderten. Und doch hält sich die Skepsis immer noch: “Ein großer Toter und nicht mehr!” - bis Jesus sich dann selbst beweist. “Wir pflegen seine Tradition,” - so dachten viele Leute schon, “nur seine Worte leben fort” - Irrtum! - Denn Christus ist das Wort! Wir sehen, wie er Menschen prägt, sich spürbar unter uns bewegt. Wer mit ihm spricht, hört Trost und Rat und findet jemand, der ihn liebt.
Die Platte am Grab ist weggerollt, die Gruft ist leer, der Leichnam fort. Zwei Römer schaun sich ratlos an: “Wer außer Gott durchbricht den Tod?”
Wenn du nun meinst, dein Glück verwest, weil du am Grabe deiner Hoffnung stehst, dann dreh dich um zu ihm - er lebt! Und Freude füllt den Raum der Angst. Und wer von uns am Ende ist, wer alles außer Schmerz vermisst, soll wissen: Seine Gegenwart gibt Mut für einen Neubeginn! Wir sagen’s laut trotz allem Spott: Es gibt ein Leben nach dem Tod. Und heute schon entscheidet sich, ob du mit Christus auferstehst.
Die Platte am Grab ist weggerollt, die Gruft ist leer, der Leichnam fort. Zwei Römer schaun sich ratlos an: “Wer außer Gott durchbricht den Tod?”
Andreas Malessa
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
(zu Lukas 24 - die “Emmaus-Jünger”)
Ins Tal, es geht bergab ins Tal, es geht nur noch bergab. Der Wein von gestern schmeckt heut’ schal, das Leben liegt im Grab. Die Zeit mit ihm - sie war ein Traum, ein bunter Luftballon. Wir woll’n auf Trümmer Neues bau’n. Was bleibt uns and’res schon?
Du kommst zu uns und siehst uns an, und gehst mit uns ins Tal. Du lebst, das Leben fängt neu an. Wir sind dir nicht egal. Mit dir beginnt die neue Zeit, wir geh’n mit dir ins Licht. Sind uns’re Wege noch so weit: Du, Herr, verlässt uns nicht.
Wer bist du, Fremder, neben uns? Was fragst du, was uns drückt? Bleib hier, erweis uns diese Gunst, damit die Nacht nicht siegt. Ins Tal, es geht bergab ins Tal, und trotzdem geht’s bergauf. Als hörten wir zum ersten Mal, schließt du Gott für uns auf. Wir sehen, was wir nie gesehn und ahnen, was Gott will. Komm mit ins Haus, du darfst nicht geh’n, du Fremder ohne Ziel. Du sprichst mit Gott, du brichst das Brot, und plötzlich ist und klar: Du lebst, du bist nicht länger tot. Ein Traum wird heute wahr.
Du kommst zu uns und siehst uns an, und gehst mit uns ins Tal. Du lebst, das Leben fängt neu an. Wir sind dir nicht egal. Mit dir beginnt die neue Zeit, wir geh’n mit dir ins Licht. Sind uns’re Wege noch so weit: Du, Herr, verlässt uns nicht.
Christoph Zehendner
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Dann halt ich fest an dir
Wenn das Klima sich verändert und der Meeresspiegel steigt, wenn die Chancen kleiner werden, sich die Zeit dem Ende neigt, dann weiß ich nur eins: Ich halte fest an dir.
Sind die Wünsche in mir stärker, die nicht deine Wünsche sind, weiß ich wohl, du wirst mich leiten, denn ich bin ja doch dein Kind, und dann weiß ich nur eins: Ich halte fest an dir!
Wenn die Freunde einmal gehen, gerade dann, wenn ich sie brauch’, wenn die Kräfte schwächer werden, o Herr, dann bedenk ich auch, und dann weiß ich nur eins: Ich halte fest an dir!
Jedes Grauen währt nur bis zum dritten Tag, denn du bist nicht im Tod geblieben. Das Dunkel zieht vorüber, und die Auferstehung naht. Jedes Grauen währt nur bis zum dritten Tag.
Beate Ling
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Gnädiger Gott, lass dein Angesicht leuchten. Kehr bei uns ein mit dem Geist deiner Kraft. Gnädiger Gott, steck und an mit der Liebe, die neues Leben schafft. Kehr bei uns ein mit deiner Kraft.
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Gott hört dein Gebet
Wenn die Last der Welt dir zu schaffen macht, hört er dein Gebet. Wenn dich Furcht befällt vor der langen Nacht, hört er dein Gebet.
Er hört dein Gebet, hört auf dein Gebet. Er versteht, was sein Kind bewegt. Gott hört dein Gebet.
Wenn du ängstlich bist und dich selbst verneinst, hört er dein Gebet. Wenn du kraftlos wirst und verzweifelt weinst, hört er dein Gebet.
Wenn die Menschheit vor ihrem Ende steht, hört er dein Gebet. Wenn die Sonne sinkt, und die Welt vergeht, hört er dein Gebet.
Er hört dein Gebet, hört auf dein Gebet. Er versteht, was sein Kind bewegt. Gott hört dein Gebet.
Christoph Zehendner
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Hab’ keine Angst
Und wenn du morgen dann wieder allein bist in einem Alltag voll Ratlosigkeit, wenn das Singen und Lachen verstummt ist, überlagert von Ärger und Streit. In die lähmende Angst vor der Zukunft, in das Erschrecken vor Krankheit und Leid klingt seit Ostern das Lied eines Siegers: Keine Angst, ich bin da - jederzeit!
Hab keine Angst und fürchte dich nicht, denn die Herrschaft des Bösen zerbricht an der Liebe, die selbst noch den Tod überlebt. Ich bin da, darum fürchte dich nicht!
Und wenn du morgen wieder zweifelst, ob es wahr ist, dass Jesus Christus hier unter uns lebt, gibt es Menschen, durch die er dir nah ist, alle Lieblosigkeiten vergibt. Durch einen Türspalt dringt Licht aus dem Festsaal in unser Zimmer der Diesseitigkeit, und bevor sich dies Tor für dich öffnet, klingt von drüben sein Lied in die Zeit:
Hab keine Angst und fürchte dich nicht, denn die Herrschaft des Bösen zerbricht an der Liebe, die selbst noch den Tod überlebt. Ich bin da, darum fürchte dich nicht!
Andreas Malessa
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Hoffnung
Wenn die Sterne nicht mehr scheinen, weil der Rauch die Sicht verhüllt, wenn es kalt wird auf der Erde und die Liebe nichts mehr gilt. Wenn das Leben nur noch Angst macht, wenn man jeden Halt verliert, weil die Standpunkte verrutschen und der Abgrund größer wird.
Dann gibt es - trotz allem - Hoffnung: Eine Hoffnung, die uns bleibt. Er wird kommen wie der Morgen, der die lange Nacht vertreibt.
Wenn es aussieht, als ob alles, was mal schön war, untergeht, wenn die Katastrophen wüten, jede Rettung kommt zu spät. Wenn der Hass auf alles Fremde sich in uns’re Herzen frisst, wenn man Gottes große Liebe und das, was sie tut, vergisst. Wenn es scheint, als ob der Glaube nur ein großer Irrtum war. Wenn es heißt, Gebet ist sinnlos, und wer betet, ist ein Narr. Wenn es aussieht, als ob Christen ohne jede Hoffnung sind, und wenn alle Leute sagen, dass die neue Zeit beginnt.
Dann gibt es - trotz allem - Hoffnung: Eine Hoffnung, die uns bleibt. Er wird kommen wie der Morgen, der die lange Nacht vertreibt.
Johannes Nitsch
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Unterm Schirm - zu Psalm 91
Wer unterm Schirm des Höchsten wohnt und im Schatten des Allmächtigen schläft, der weiß genau, dass da jemand ist, der auch in dunklen Stunden durchträgt. Gott lässt keinen los, der sich fallen lässt - in seine starke Hand.
Wenn Freunde dich verlassen, die Einsamkeit dich beschleicht, und die Angst vor der Nacht dich lähmt und dich unruhig macht, wenn du am wenigsten daran denkst, dann ist er da.
Wenn man dir Fallen stellt, sich Lügen über dich erzählt, wenn du am Boden liegst und keinen Ausweg mehr siehst, wenn du am wenigsten daran denkst, dann ist er da.
Wenn Sorgen dich befallen - vor Krankheit, Krieg, Tod und Leid, und du vor Lebensangst nicht einmal mehr beten kannst, wenn du am wenigsten daran denkst, dann ist er da.
Wer unterm Schirm des Höchsten wohnt und im Schatten des Allmächtigen schläft, der weiß genau, dass da jemand ist, der auch in dunklen Stunden durchträgt. Gott lässt keinen los, der sich fallen lässt - in seine starke Hand.
Bernd-Martin Müller & Thea Eichholz-Müller
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
zu Psalm 139
Wohin sollt ich gehen vor deinem Geist und fliehen vor deinem Blick? Es wäre umsonst, weil du alles weißt; du brächtest mich wieder zurück. Du bist ja an allen Orten zugleich, bist immer und überall nah. Und macht ich mein Lager im Totenreich, mein Gott, so wärst du auch da! Und nähm ich auch Flügel das Morgenrot und bliebe am äußersten Meer, um dadurch zu fliehen vor deinem Gebot, du kämest doch hinter mir her. Nein, mehr noch: Du folgtest nicht nur meiner Flucht, du bist ja auch immer schon dort. Kein Punkt, wo nicht ständig dein Auge mich sucht, es gibt ohne dich keinen Ort.
Wenn ich mich in Himmel und Hölle versteck’, Herr, Gott, dir entginge ich nicht. Und wär es, dass Finsternis ganz mich bedeckt, vor dir wäre Dunkelheit Licht. Und fliehe ich weit über Meere und Land, ganz fern bis ans Ende der Welt, es gibt keinen Ort, wo nicht führt deine Hand, und nicht deine Rechte mich hält.
Johannes Nitsch
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Das möcht’ ich hören
Ganz früh am Morgen durch den Park zu geh’n und einmal träumen, wie das wär: Könnt’ ich die Lieder der Natur versteh’n… Das tu’ ich gern, das reizt mich sehr. Kristall’ne Glocken sind der Tau im Gras, und Töne tropfen dort vom Dach. Den Wasserfällen macht das Klatschen Spaß, und leise murmelt hier der Bach.
Ich möchte hören, wie das klingt. Wie dir die Schöpfung Lieder singt. Dich loben Wasser, Erde, Feuer, Luft. Das möcht ich hören. Das möcht ich hören.
Wie schön der Chor der tausend Blätter singt, und was ein Baum mir wohl erzählt!? Wenn ihn der Sommerwind zum Rauschen bringt, dankt er dem Boden, der ihn trägt. Wenn fern am Horizont der Donner rollt, eine Flamme prasselnd brennt, im wilden Tanzen pfeifend Atem holt und knistert, springt und rennt.
Dann wüsst’ ich gerne, was das heißt. Wie dich die Schöpfung lobt und preist. Dir danken Wasser, Erde, Feuer, Luft. Das möcht ich hören. Das möcht ich hören.
Andreas Malessa/ Henning Rauhut
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Der morgige Tag wird für das Seine sorgen
Kürzlich habe ich im Fernsehen einen Bericht vom Gewichtheben verfolgt. Im Vorbereitungsraum wärmten sich die Kämpfer auf: Sie trieben ein wenig Gymnastik und hielten sich mit leichten Gewichten fit. Was würde wohl passieren, wenn ein Gewichtheber sich überlegt: “Ob ich wohl die Last schaffen werde, die ich nachher im Wettkampf bewältigen muss?” Und dann schraubt er sich die entsprechenden Gewichte an die Hantel. Schließlich stemmt er die volle Last unten im Vorbereitungsraum. Kurzsichtig, so etwas. Kein Sportler würde so dumm sein. Das Gewicht wird ja noch gar nicht gefordert! Die Kraft, die der Heber jetzt verbraucht, wird ihm nachher im Wettkampf fehlen. Ich habe mich fragen müssen: Geht es dir bei deinen Sorgen nicht ähnlich? Wie oft bin ich mitten in der Nacht wach geworden. Voller Sorge habe ich dann an den folgenden Tag mit seinen Anforderungen gedacht. Bloß: Mein Grübeln hat nichts geholfen. Denn vieles kam völlig anders, als ich mir das je ausmalen konnte. Und immer wieder habe ich erlebt: Gott schenkt mir Kraft, Zeit und Geduld für das, was auf mich zukommt. Mein Sorgen ist umsonst.
Christoph Morgner
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Er geht mit uns durch die Nacht
Wenn der Weg ins Leiden führt, wenn man keine Kraft mehr spürt, wenn wir: “Herr, warum nur?” fragen, steht das Eine fest:
Gott wacht, er geht mit uns durch die Nacht, er hilft uns, die Last zu tragen.
Wenn man uns verfolgt und hasst, weil es nicht ins Weltbild passt, Jesus Christus zu bekennen, steht das Eine fest: Gott wacht, er geht mit uns durch die Nacht, niemand wird uns von ihm trennen. Es steht immer fest: Gott wacht, er geht mit uns durch die Nacht, er ist Herr, er hat die Macht, er geht mit uns durch die Nacht. Unter Druck wird Mut geweckt und die Liebe neu entdeckt, sie lässt uns zusammenrücken, sie bewirkt in Dunkelheit Taten der Barmherzigkeit und baut über Ströme Brücken. Einmal strahlt das Sonnenlicht hell auf unserem Gesicht und der Vorhang wird sich heben; dann sehn wir an Gottes Hand, dass im Leiden Frucht entstand und im Sterben neues Leben.
Es steht immer fest: Gott wacht, er geht mit uns durch die Nacht, er ist Herr, er hat die Macht, er geht mit uns durch die Nacht.
Erich Remmers
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
zu Psalm 22
Mein Gott, mein Gott, hast du mich verlassen? Mein Gott, warum scheinst du so weit weg? Ich grüble und suche, ich rufe und weine: Alles bleibt still. Bedrohlich still. Den ganzen Tag lang quäle ich mich mit den Gedanken, warum du so weit weg zu sein scheinst, und nachts finde ich nicht in den Schlaf. Aus den Geschichten der Bibel weiß ich, dass du immer mitten drin warst im Leben der Menschen. Aber ich komme mir so unwichtig vor, und habe den Eindruck, als würde nun alles über mir zusammen brechen. Manchmal sehe ich wie im Traum die vielen Bedrängnisse um mich herum - mit weit aufgesperrten Mäulern, als wollten sie mich fressen. Mein Gott, du hast mir doch zur Welt geholfen, als meine Mutter mich zur Welt brachte, und wohl gefühlt habe ich mich, wenn sie mich stillte. Lebendiger Gott, sei bitte dicht bei mir, ich brauche dich. Jetzt ganz besonders. Ich brauche dich im Kampf gegen die Angst, die mich aufspießen und auf die Hörner nehmen will. Oft denke ich, es hat alles keinen Sinn. Dann schnürt es mir die Kehle regelrecht zu. Hörst du mich? Ich möchte gern wieder in deinem Haus sitzen, mit anderen zusammen beten und singen und zuhören, wenn gepredigt wird, und irgendwann möchte ich am Schluss wieder sagen können:
“Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit.” Amen.
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Wir bitten, Herr, halt unsre Hände
Wir gehen, stehen und wir tanzen auf einem Steg hoch überm Tal. Die Planke trägt im großen Ganzen. Sie ist geländerlos und schmal. Wir drehn und setzen unsre Schritte arglos im Takt von Pflicht und Zeit, Nur fußbreit neben dieser Mitte droht abgrundtiefe Traurigkeit.
Wir bitten, Herr, halt unsre Hände, verstoße und verlass uns nicht. Geh diesen Weg mit uns zu Ende und halte uns im Gleichgewicht. So viele, die schon vor uns waren, hast du gesegnet und geführt. Du kannst behüten und bewahren, dass niemand dich und sich verliert.
Wenn aus vermeintlich heitrem Himmel der Blitz in die Familien schlägt, und wenn im Rosenkriegsgetümmel man Hass und Schmerzen nicht erträgt, dann schreien wir zum Gott der Väter und Mütter, die schon drüben sind. Sie balancierten viele Meter in Angst und Krieg und Gegenwind. Wenn gute Freunde schwer erkranken, ein Elternpaar sein Kind begräbt, wenn alle Fundamente schwanken und man den Sturz doch überlebt, dann fallen wir wie je und immer nie tiefer als in Gottes Hand. Kein Abgrund unter uns ist schlimmer als der, den Christus überwand.
Wir bitten, Herr, halt unsre Hände, verstoße und verlass uns nicht. Geh diesen Weg mit uns zu Ende und halte uns im Gleichgewicht. So viele, die schon vor uns waren, hast du gesegnet und geführt. Du kannst behüten und bewahren, dass niemand dich und sich verliert.
Andreas Malessa
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Das Fragment
Mitten im Takt bricht sie ab. Die “Kunst der Fuge” von Johann Sebastian Bach gilt als das höchste Kunstwerk, das Bach je geschaffen hat. Aber sie bleibt Fragment. Bach wurde heimgerufen, bevor er sein großes Werk zu Ende führen konnte. Ich halte den Atem an. Warum dieser Abbruch mitten im Takt ? Warum dieses jähe Ende eines reichen Lebens? Da - mitten in die bedrängende Stille hinein - erklingt wie eine Antwort der Choral “Vor deinen Thron tret ich hiermit.” Das tödliche Schweigen mündet ein in die Anbetung und in das Lob Gottes.
Bachs “Kunst der Fuge” als Gleichnis unseres Lebens und unserer Hoffnung, das hat Dietrich Bonhoeffer bis in seine letzten Lebenstage hinein begleitet. In einem Brief aus dem Gefängnis schreibt er, darauf bezugnehmend - am 23.2.1944 - den eigenen Tod vor Augen: “Wenn unser Leben nur ein entfernter Abglanz eines solchen Fragmentes ist, in dem der große Kontrapunkt von Anfang bis Ende durchgehalten wird, so dass schließlich nach dem Abbrechen nur der Choral angestimmt werden kann ‘Vor deinen Thron tret ich hiermit’, dann wollen wir uns über unser fragmentarisches Leben nicht beklagen, sondern darüber sogar froh werden.”
Neukirchener Kalender vom 21.11.2004
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Gott muss bauen und bewahren (zu Psalm 127,1)
Gott muss bauen und bewahren, er muss wachen Tag und Nacht, muss uns schützen in Gefahren, er ist Liebe, er hat Macht. Gott bringt unsre Welt zum Klingen, er alleine gibt Bestand. Und wir beten und wir singen, und wir bringen ihm das Land.
Wir sind die Maurer unsres Lebens, Stein auf Stein wächst unser Haus. Doch manchmal bauen wir vergebens, ziehn noch vor dem Einzug aus. Wir sind die Maler unsrer Träume, malen zart und malen schrill. Doch kein Traum füllt die leeren Räume, weil das Herz den Himmel will.
Wir sind die Gärtner unsrer Jahre, hegen, pflegen Beet um Beet. Doch manchmal kommen bunte Stare, picken weg, was wir gesät. Wir sind die Dichter unsrer Lieder, singen Angst udn Schmerzen fort. Doch wir verstummen immer wieder: Ohne Gott fehlt uns das Wort.
Jürgen Werth
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Wunder werden wahr
Wir gehen wie blind durch diese Welt und übersehen leicht dein Handeln und dein Tun. Hilf uns zu sehn und zu verstehn, dass wir in deinen Wunderhänden ruhn.
Wunder, Wunder werden wahr. Zeichen, die noch nie ein Auge sah. Wunder, Wunder geschehn. Herr öffne uns die Augen, dass wir Wunder sehn. Wunder, Wunder werden wahr. Zeichen, die uns sagen, du bist da. Wunder, Wunder geschehn. Herr öffne uns die Augen, dass wir Wunder sehn.
Wir übersehn, was wir nicht sehn, weil wir so oft nicht glauben, dass der Glaube reicht. Lass uns vertraun und auf dich schaun, auch wenn der Glaube einem Senfkorn gleicht.
Wunder, Wunder werden wahr. Zeichen, die noch nie ein Auge sah. Wunder, Wunder geschehn. Herr öffne uns die Augen, dass wir Wunder sehn. Wunder, Wunder werden wahr. Zeichen, die uns sagen, du bist da. Wunder, Wunder geschehn. Herr öffne uns die Augen, dass wir Wunder sehn.
Christoph Zehendner
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
Die Gerichtsverhandlung
Stellen Sie sich vor/ stellt euch vor: Am Ende der Zeit versammeln sich Millionen von Menschen vor dem Thron Gottes. Einige schauen ängstlich in das helle Licht, andere scheinen verärgert zu sein: “Wie kann Gott über uns zu Gericht sitzen?”, fragt jemand und zeigt eine eintätowierte Nummer aus einem Konzentrationslager. Eine junge Frau zeigt die Würgemale am Hals: “Und das nur, weil ich schwarz bin”.
Überall wurden jetzt ärgerliche Stimmen laut. Jeder richtete Klagen an Gott, weil er das Böse und das Leiden in der Welt zugelassen habe. “Wie gut hatte es Gott doch”, meinten sie, “wo er doch im Himmel in all der Schönheit und Heiligkeit zu Hause sei. Dort gibt es keine Tränen, keine Furcht, keinen Hunger und keinen Hass.”
Es bildeten sich Gruppen, und jede wählte nun einen Sprecher. Immer war es derjenige, der am meisten gelitten hatte. Da war ein Jude, ein Schwarzer, ein Unberührbarer aus Indien, ein unehelich Geborener, ein entstellter Leprakranker, ein Opfer aus Hiroshima und jemand aus einem Arbeitslager in Sibirien. Sie alle waren sich einig: Bevor Gott das Recht hatte, sie zu richten, sollte er das ertragen, was sie ertragen mussten. Gott sollte dazu verurteilt werden, auf der Erde zu leben als Mensch. Aber er sollte keine Möglichkeit haben, sich aufgrund seiner göttlichen Natur selbst zu helfen.
Er sollte als Jude geboren werden. Die Legitimität seiner Geburt sollte zweifelhaft sein. Er sollte versuchen, den Menschen zu erklären, wer Gott sei. Er sollte von seinen engsten Freunden verraten werden. Er sollte aufgrund falscher Anschuldigungen angeklagt werden, von einem voreingenommenen Gericht verhört und von einem feigen Richter verurteilt werden. Er sollte gequält werden und dann sterben, und das sollte in aller Öffentlichkeit geschehen, und zwar so schrecklich, dass kein Zweifel daran bestehen konnte, dass er wirklich gestorben sei.
Während jeder Sprecher seinen Teil des Urteils verkündete, entstand Unruhe in der riesigen Menschenmenge. Als der letzte Sprecher seinen Urteilsspruch abgeschlossen hatte, folgte ein langes Schweigen, und alle, die Gott verurteilt hatten, gingen plötzlich leise fort. Niemand wagte mehr zu sprechen. Keiner bewegte sich, denn plötzlich wusste es jeder: Gott hatte es längst alles in der Gestalt von Jesus Christus getan.
Quelle: Jürgen Spieß, Jesus für Skeptiker
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
May the Lord send angels
Geh in Gottes Frieden, geh an seiner Hand und mit seinem Segen in ein neues Land. Geh, von seiner Liebe wunderbar umhüllt, und mit Mut und Hoffnung - neu erfüllt.
Herr, lass deine Wege mich verstehn, nur an deiner Hand, Herr, kann ich gehn. Wenn ich wanke, wenn ich falle, wenn ich allen Mut verlier, Herr, dann brauch ich die Gewissheit: Du bist hier.
Wenn ich nicht mehr fühl, dass du mich liebst, brauche ich den Trost, dass du vergibst. Herr, dann sende deine Engel, wie dein Wort es mir verspricht. Ich darf wissen: Du schenkst neue Zuversicht.
Geh in Gottes Frieden, geh an seiner Hand und mit seinem Segen in ein neues Land. Geh, von seiner Liebe wunderbar umhüllt, und mit Mut und Hoffnung - neu erfüllt.
(Helmut Jost)
May the Lord send angels, to guide you on your way. May his love surround you day by day. May the Lord send angels to save you from the night, wrap his arms around you and hold you tight.
Touch me Lord, I need to feel your love. Touch me with your blessings from above. When my mind gets tired and weary, and I seem to close my side. Help my heart believe that you’re still by my side.
Touch me Lord, I need your helping hand. Touch me Lord, I need to understand, when my feets get tired and weary, and I seem to loose my way. Send your angels down, don’t let me go astray.
.
«» «» «» «» «» «» «» «» «» «» «»
.
“vitamin c” empfiehlt trauernetz.de