Papst Benedikt XVI. hat am zweiten Tag seiner Nahost-Reise die Gemeinsamkeiten zwischen Juden, Muslimen und Christen in den Mittelpunkt gerückt. Am Berg Nebo in Jordanien, von dem aus Moses der Überlieferung zufolge das Gelobte Land erblickt haben soll, äußerte er die Hoffnung, es könnten alle Hindernisse zu einer Aussöhnung zwischen Christen und Juden überwunden werden. Anschließend rief der Papst bei einem Besuch der König-Hussein-Moschee in der jordanischen Hauptstadt Amman alle Christen und Muslime dazu auf, sich als gläubige Verehrer Gottes zu erweisen.
Silvio Berlusconi: Kirche schaltet sich in Rosenkrieg ein
Rosenkrieg im Hause Berlusconi: In einer Talkshow ist Italiens Ministerpräsident nun in die Offensive gegangen. Die Vorwürfe seiner Frau seien „absolut falsch“, er verkehre nicht mit Minderjährigen. Dennoch hat sich mittlerweile auch die Kirche in den Streit eingeschaltet – zum Leidwesen des Regierungschefs. Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi hat im Rosenkrieg mit seiner scheidungswilligen Gattin Veronica … Weiterlesen
Kampagne „Mach mal Sonntag!“ gestartet
„Mach mal Sonntag“ – so lautet das Motto einer bundesweiten Plakat- und Postkarten-Aktion, die der ökumenische Hamburger Verein „Andere Zeiten“ am Donnerstag gestartet hat. „Jeder Sonntag kann eine Insel für die eigene Seele und für die Gesellschaft sein“, sagte „Andere Zeiten“-Chef Hinrich Westphal zum Auftakt. „Dieser Ausnahmetag verdient, dass für ihn geworben wird.“ Deutschlandweit sollen in über 4.500 Szenelokalen und Restaurants kostenlose Postkarten unter dem Label „Edgar Freecards“ für den 7. Tag der Woche Reklame machen. „Grüß Gott“, steht auf einem Motiv, „sonntagsschön“ und…
Twitter: Zwitschern für Millionen
Presse, Promis, Politiker – wer etwas auf sich hält, nutzt die virtuelle Welt im Kampf um Aufmerksamkeit. Mittlerweile haben sich die Mini-Blogs vom bloßen Mitmachspaß zu einer ernst zu nehmenden Informationsplattform gemausert. Fragen zur Wirtschaft? Stellt sie an Präsident Obama“, lautet eine Nachricht. „Ist es kalt da oben?“, eine andere. Die erste ist eine Einladung, auf die Website des Weißen Hauses zu gehen und sich an das amerikanische Staatsoberhaupt zu wenden; die zweite stammt von Britney Spears, die sich auf das Wetter am Auftrittsort Vancouver vorbereiten will…
Katrin Göring-Eckardt: „Glaube stärkt in der Krise“
Seit dem ersten Samstag im Mai ist Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) neue Präses der EKD-Synode. Gegenüber dem Magazin „Brigitte“ sprach die Protestantin über ihren Glauben. Zum Glauben kam Katrin Göring-Eckardt bereits zu DDR-Zeiten. In der kirchlichen Jugendorganisation „Junge Gemeinde“ sammelte sie erste Erfahrungen im Glauben. „Hier konnte ich frei denken, konnte sagen, was ich will, ohne dass mir etwas passierte oder dass meine Eltern einbestellt wurden. Diese Freiheit war für mich als Jugendliche ganz großartig – und sie war an das Christentum gekoppelt“…
Königin Beatrix: Sekte stört Gedenken an Attentat
Der Amoklauf vom vergangenen Donnerstag als Strafe Gottes? Dieser Meinung ist einem Bericht des ‚Nederlands Dagblad‘ zufolge eine deutschsprachige Sekte, die am Sonntag zehn Gedenkveranstaltungen im niederländischen Apeldoorn störte. Sieben Menschen waren der Amokfahrt von Karst T. (38) am niederländischen Nationalfeiertag, dem Königinnentag vom Donnerstag vergangener Woche, zum Opfer gefallen. Der später den eigenen Verletzungen erlegene Attentäter hatte im Anschluss an die Tat noch zu Protokoll gegeben, dass er es auf die holländische Königsfamilie abgesehen hatte…
Vorwurf: Unternehmen macht Bibelverse lächerlich
Eine Werbekampagne der österreichischen Elektrohandelskette Cosmos (Wien) stößt unter Evangelikalen auf scharfe Kritik. Das Unternehmen verwendet abgewandelte Bibelverse und Jesus-Worte, um ihre Produkte anzupreisen. Eine mit einem talarähnlichen Gewand gekleidete Person, die in Annoncen als „Paaasstor“ bezeichnet wird, wirbt mit den Worten „Ich bin der richtige Weg“ für ein Navigationsgerät. Mit dem Spruch „Steh auf, nimm deinen Rechner und geh!“ wird der Kauf eines Notebooks empfohlen. „Dampf sei mit euch!“ heißt es hinsichtlich eines Dampfbügeleisens…
Studie: Nur die Belgier haben mehr Freizeit
Die Deutschen haben laut einer neuen Studie vergleichsweise viel Freizeit und verbringen sie seltener vor dem Fernseher oder dem Radio als Bewohner anderer Länder. Zu diesem Schluss kommt die Untersuchung »Gesellschaft auf einen Blick« der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Darin wurde die Nutzung von Zeit in 18 Mitgliedsländern untersucht. Demnach haben deutsche Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene im Durchschnitt sechs Stunden und 34 Minuten am Tag Freizeit. Das ist der höchste Wert nach Belgien, wo den Bewohnern sechs Stunden und 39 Minuten…
H1N1-Virus: Und ewig grüßt die Schweinegrippe
(Von Jörg Albrecht, Sonja Kastilan und Volker Stollorz für faz.net) – An Expertenmeinungen zum Thema Schweinegrippe herrscht in diesen Tagen wahrlich kein Mangel. Krisenstäbe tagen in Permanenz, Epidemiologen bevölkern Talkrunden, nahezu jeder, der sich mit Influenza auskennt, wird vor die Kameras gebeten. Das Internet quillt über mit Eilnachrichten. Doch die Informationslawine liefert kaum Antworten auf die beiden wichtigsten Fragen. Wo kommt das Virus eigentlich her? Und wie geht es mit ihm weiter? Stellen wir die erste Frage kurz zurück und fangen mit der zweiten an. Den anschaulichsten Weg…
Badischer Landesbischof: „Bei Jesus bleiben“
Bei Jesus zu bleiben, ist für Christen und die Kirche das Entscheidende. Mit dieser Kraftquelle könne man die Veränderungen in Kirche und Gesellschaft angehen, sagte der badische Landesbischof Ulrich Fischer (Karlsruhe) am 3. Mai in Würzburg im Abschlussgottesdienst der EKD-Synode. In der evangelischen Kirche seien große Veränderungen im Gange – etwa der Reformprozess „Kirche der Freiheit“ und Kirchenvereinigungen in Mitteldeutschland sowie die geplante Fusion dreier Landeskirchen zur „Nordkirche“ bis 2012. Das tue man nicht aus Lust am Aktionismus, sondern weil man wisse…
Öffentlich über den Glauben reden
Mehr jüngere Prominente sollten sich nach Auffassung von Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt öffentlich für ihre Kirche engagieren. Nach ihrer Wahl in das Präses-Amt der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sagte die Grünen-Politikerin, sie selbst wolle ein Beispiel geben, öffentlich über den Glauben zu reden. Es gebe in ihrer Generation schon „eine ganze Reihe von Leuten, die als Protestanten in der Öffentlichkeit stehen“, sagte die 43-Jährige in einem epd-Gespräch. Göring-Eckardt hatte sich am Samstag in Würzburg gegen den früheren bayerischen Ministerpräsidenten…
aktuelles von der ekd-synode…
…direkt hier: www.ekd.de/synode2009 >>
Werte: Gerechtigkeit ist den meisten am wichtigsten
Gerechtigkeit steht für die meisten Deutschen an erster Stelle der Werte-Skala. In einer Umfrage des evangelischen Magazins „chrismon“ (Mai-Ausgabe) nannten 35 Prozent Gerechtigkeit als wichtigsten Wert. 25 Prozent der Befragten entschieden sich für Toleranz, 18 Prozent für Freiheit und elf Prozent für Nächstenliebe. Disziplin steht für sieben Prozent der Befragten an erster Stelle. Selbstverwirklichung und Demut sind nur für jeweils zwei Prozent die wichtigsten Werte. Für die repräsentative Erhebung befragte das EMNID-Institut im Auftrag von „chrismon“ rund 1.000 Personen.
Wirtschaftlicher Schaden: Mobbing und Burn-out kosten jährlich 6,5 Milliarden
Nach neusten Schätzungen sind bundesweit etwa neun Millionen Menschen vom Burn-out-Syndrom betroffen. Sie fühlen sich angespannt und erschöpft. Die psychische Belastung im Arbeitsleben hat erhebliche Auswirkungen auf die Volkswirtschaft. Jedes Jahr gehen dadurch mehr als sechs Milliarden Euro verloren. Psychische Belastungen am Arbeitsplatz verursachen in Deutschland jährlich volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von rund 6,3 Milliarden … Weiterlesen
DGB-Vorsitzender: Koalition muss Finanzsektor regulieren
Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer hat die Bundesregierung aufgefordert, „sofort mit der Regulierung des Banken- und Investmentsektors Ernst zu machen“ und noch bis zur Wahl entsprechende Gesetze zu verabschieden. Dazu habe sie sich auf dem Londoner Gipfel verpflichtet, betonte er am Freitag auf der zentralen 1. Mai-Kundgebung des DGB in Bremen unter dem Motto „Arbeit für alle bei fairem Lohn“. Bisher sei aber „gar nichts passiert“. Es gehe darum, Spekulation einzudämmen und zu kontrollieren, Unternehmen nicht mehr an kurzfristigen Renditezielen auszurichten und den Finanzsektor…