(epd v. 04.02.2009) – Der Vatikan hat am Mittwoch auf die Kontroverse um die Traditionalisten-Bischof Richard Williamson reagiert. Williamson wurde aufgefordert, seine Leugnung des Holocausts zurückzunehmen. Eine entsprechende «absolut unmissverständliche und öffentliche» Erklärung sei Voraussetzung für seine Zulassung zum Bischofsamt in der katholischen Kirche, betonte das vatikanische Staatssekretariat. Die Aufhebung der Exkommunikation der vier traditionalistischen Bischöfe bedeute nicht, dass die Pius-Bruderschaft und ihre Mitglieder vom Vatikan anerkannt würden.
Im Test: Säfte, Mineralwasser, Radler-Mix & Honig
Wie hätten wir’s denn gern: Mit unglaublich-unnötigen Beta-Carotin-Mengen? In PET-Flaschen mit „köstlich“-krebserregendem Acetaldehyd? Oder mit schwermetall-schaumigem Arsen und Nickel? Vielleicht noch veredelt mit genmanipulierten Pollen? WEITERLESEN >>
Grippe in Deutschland. Arbeitswissenschaftler: »Es traut sich doch keiner, krank zu werden«
Die Grippe jagt durch Deutschland und verbreitet Husten, Schnupfen und Heiserkeit. Für die Erkrankten ist sie eine Plage – doch nicht nur für sie. Auch die Wirtschaft leidet. Und zwar an den betrieblichen Fehlzeiten, die jedes Jahr im Februar und November Spitzenwerte erreichen. Die Firmen werden durch die Grippeepidemien stark belastet, sagt Günter Eissing, Arbeitswissenschaftler an der Universität Dortmund. Mehr als 30 Milliarden Euro kosteten die Krankmeldungen die deutschen Unternehmen im Jahr 2007. Mitarbeiter fehlen immer weniger. Eissing beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten mit dem Phänomen…
Kardinal-Klarsicht: Lehmann will Entschuldigung des Vatikans
Im Streit um die Wiederaufnahme des britischen Bischofs und Holocaust-Leugners Richard Williamson durch Papst Benedikt XVI. fordert der Mainzer Kardinal Karl Lehmann eine klare Entschuldigung „von hoher Stelle“. Die Entscheidung des Papstes, Williamson zu rehabilitieren, sei eine Katastrophe für alle Holocaust-Überlebende. Auch müsse der Papst klarstellen, dass die Leugnung des Holocaust kein beliebiges Kavaliersdelikt sei. Weiter kritisierte Lehmann die päpstliche Kommission, die für die Wiedereingliederung der Pius-Bruderschaft zuständig war. Ob aus Unwissenheit oder Fahrlässigkeit, „es müssen auch Konsequenzen…
Manövriert Benedikt XVI. die Kirche in große Schwierigkeiten? – Und: Kardinal Lehmann beweist wie immer klaren Blick.
(WELT-onl. v. 01.02.2009) – Nach der Rehabilitierung des Holocaust-Leugners Bischof Williamson gerät der Papst immer mehr unter Druck. Israel droht mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zum Vatikan; mehrere Theologen sprachen sich für eine Ablösung des Papstes aus. Hat Benedikt XVI. zu viele Fehler gemacht? An der Aufhebung der Exkommunikation von vier Bischöfen der Piusbruderschaft sich auch innerhalb der katholischen Kirche breite Kritik an Entscheidungen von Papst Benedikt XVI. erhoben. Die katholische Welt, und nicht nur sie, ist alarmiert. Bedeutet die Aufhebung der Exkommunikation…
Hannoversche Landesbischöfin Käßmann beklagt „Schnäppchen-Mentalität“
Angesichts der Wirtschaftskrise wirbt die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann für eine Kultur der Bescheidenheit. „Dass Maßhalten positiv ist, das können wir jetzt noch einmal neu lernen“, sage sie am Freitag (30.01.2009) im Deutschlandradio Kultur. Die Gier verführe. Dabei kritisierte sie nicht nur die Banken. Das ganze Land habe sich von einer „Schnäppchen-Mentalität“ leiten lassen. Jetzt sei der Moment, noch einmal zu fragen, ob nicht anders gewirtschaftet werden müsse, fügte die evangelische Theologin hinzu. Ziel müsse sein, nachfolgenden Generationen ein schuldenfreies Land zu hinterlassen.
Druck auf den Papst wächst. Küng gegen „ständige Förderung von Rechtsaußen“
Katholische Theologen prangern die päpstliche Rehabilitierung von Bischof und Holocaust-Leugner Richard Williamson an. Angesichts dieser Kritik-Welle hat sich der Vatikan erneut klar von der Leugnung des Holocaust distanziert.
Die Türkei ist nicht reif für die EU. Von Necla Kelek für CICERO.
Unter der Oberfläche eines modernen Landes offenbaren sich die politischen Widersprüche und sozialen Brüche, in die die Türkei seit der Machtübernahme der AKP geraten ist. Wie europäisch ist die Türkei?, fragt die Soziologin Necla Kelek.
Nigeria: Autodieb in Ziege verwandelt
Die Bürgerwehr hatte im nigerianischen Ilorin zwei Männer beim versuchten Autoklau überrascht. Ein Täter konnte fliehen, der andere habe sich in eine Ziege verwandelt, sagte der Pressesprecher der örtlichen Polizei gegenüber der Zeitung „Vanguard“. WEITER auf tagesschau.de >>
MERKUR: Wege zu einem besseren Unterricht
Damit es im Schulsystem zu erfolgreicher Kompetenzvermittlung kommt, müssen alle Beteiligten für ihre Aufgaben motiviert sein – Schülerinnen und Schüler zum Lernen und Lehrerinnen und Lehrer zum Lehren. Darum sind Anreize so wichtig: Wenn es sich lohnt, sich beim Lernen und Lehren anzustrengen, dann wird es auch dazu kommen. Dazu ist es wichtig zu wissen, dass gute Bildung etwas bringt. Das motiviert Lehrer, aber vor allem auch Schüler. Die Fakten sind eindeutig: Mit einem besseren Bildungsabschluss sinkt das Arbeitslosigkeitsrisiko und steigt das Einkommen. Von 100 Personen ohne Schulabschluss…
Davos: Debatte um Gaza endet im Eklat. Erdogan: „Ihr wisst sehr gut, wie man tötet!“
Der türkische Ministerpräsident Erdogan stürmt in Davos vom Podium, weil er seine Antwort auf Israels Präsident nicht vollenden darf. Peres hatte zuvor ein flammendes Plädoyer für den Krieg Israels gehalten. – Von Kai Strittmatter, Istanbul. – Eine hochkarätig besetzte Debatte über den Krieg in Gaza beim Weltwirtschaftsforum in Davos ist am Donnerstagabend mit einem Eklat geendet. Mit den Worten „Für mich ist Davos vorüber, ich komme nie wieder hierher zurück“, stürmte der türkische Premier Tayyip Erdogan vom Podium, auf dem er unter anderem den israelischen Präsidenten Schimon Peres…
Jenseits von Werten und Würde: Faszination Dschungelcamp
Ausgerechnet bild.de titelt am 28. Januar 2009 mitleidsvoll: „Drama um TV-Star Sonja Zietlow: Sie moderierte Dschungelcamp. Zu Hause starb ihr Vater. Keiner hat es ihr gesagt.“ – Da drängt sich doch die Frage auf: Wer war es denn bitte, der diesen Dschungel-Müll jeden Tag auf der Startseite seines Internetangebotes verherrlicht hat? Wer war es denn bitte, der sich dadurch automatisch mit den vertraglichen Unglaublichkeiten (die leider auch Frau Zietlow unterschrieben hat) unangemessen unkritisch solidarisiert hat? – Egal, Geld regiert die Welt. Da wird eben das Fähnchen dem Marktwind angepasst. Gestern noch: Dschungelcamp ahoi. Heute: Die arme Frau Zietlow. Und was kommt morgen? – Chamäleon-kuriose Camp-Katastrophen lassen sich auf besagtem Internetangebot stundenaktuell verfolgen.
Friedenszeichen: Kibbutzbewegung lädt palästinensische Waisenkinder nach Israel ein
In der Hoffnung, Bausteine für eine friedlichere Zukunft zu legen, hat die israelische Kibbutzbewegung 48 Waisenkinder aus dem Gazastreifen eingeladen. Zwei Wochen lang sollen sich die 8 bis 15 Jahre alten Palästinenser in Israel von den Schrecken des Krieges und der düsteren Realität in ihrer Heimat erholen können. An der Initiative beteiligen sich die Stadt Haifa, der Kibbutz Sasa und die von israelischen Arabern bewohnte Kleinstadt Kafr Kassem. „Kinder sind die Hoffnung der Zukunft“, begründete Haifas Bürgermeister Jona Jahav die Teilnahme seiner Stadt. Er sehe der Herausforderung entgegen, Kinder…
Kyrill ist neuer Patriarch. Kreml-Kandidat scheitert
(epd v. 28.01.2009) – Neues Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche wird Kyrill, der bisherige Metropolit von Smolensk und Kaliningrad. Ein Kirchenkonzil wählte den 62-Jährigen am Dienstag in Moskau in geheimer Abstimmung…
Überarbeitung der Lutherbibel geplant
(epd v. 27.01.2009) – Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat eine behutsame Überarbeitung der Lutherbibel, ihres maßgeblichen Grund-textes, in Gang gesetzt. Dabei werde eine sprachliche Überarbeitung „bewusst ausgeschlossen“ – so EKD-Kirchenamtspräsident Hermann Barth im epd-Interview. Ein „modernisierter Luthertext“ sei nicht das Ziel, beschrieb Barth den begrenzten Auftrag: „Luther ist Luther. Und der Markenname Luther verlangt, dass der Luthertext seine unverwechselbare Prägung behält – sonst ist es nicht mehr Luther.“ Bis zum 500. Jahrestag der Reformation…