Dan Brown: Nach „Illuminati“, „Sakrileg“ & „Inferno“ nun neu: „Origin“

In Dan Browns neuem Roman „Origin“ geht es um den Glauben. Eine Rezension von Fabian Vogt. – Was wäre, wenn man beweisen könnte, dass es Gott zur Erschaffung von Leben nicht braucht? Wären dann nicht alle Religionen ein für alle Mal überflüssig? Das Computergenie Edmond Kirsch jedenfalls glaubt, den endgültigen Beweis gefunden zu haben – und inszeniert diese „Offenbarung“ genüsslich im Guggenheim-Museum im baskischen Bilbao mit einer riesigen Show. Dumm nur, dass er kurz vor der eigentlichen Präsentation seiner Entdeckung vor laufender Kamera erschossen wird…

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Friedensnobelpreis: Zeichen gegen Atomwaffen

Oslo, Frankfurt a.M. (epd). Die Organisation „Internationale Kampagne für die Abschaffung der Atomwaffen (ICAN)“ wird nach den Worten der Vorsitzenden des Nobelkomitees, Berit Reiss-Anderson, für „ihre bahnbrechenden Bemühungen“ gewürdigt, ein Verbot nuklearer Waffen zu erreichen. ICAN mache auf die „katastrophalen humanitären Folgen jeden Gebrauchs von Atomwaffen“ aufmerksam. Die nächsten Schritte zu einer atomwaffenfreien Welt müssten die Atommächte miteinbeziehen. „Wir leben in einer Welt, in der die Gefahr, dass Nuklearwaffen…

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Gericht verurteilt Holocaust-Leugner zu einer ungewöhnlichen Strafe

Der ehemalige belgische Abgeordnete Laurent Louis war wegen Leugnung der Judenvernichtung angeklagt. Ein Brüsseler Gericht fällt nun ein ungewöhnliches Urteil. Die Strafe: Mehrere Besuche in ehemaligen Konzentrationslagern – in den nächsten fünf Jahren jeweils ein ehemaliges KZ besuchen. Nach jedem Besuch müsse er außerdem „einen Text von mindestens 50 Zeilen“ über das Erlebte und seine Gefühle dazu verfassen…

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Bundestagswahl

Kurz vor der Bundestagswahl: Eine Würdigung all jener, die sich politisch engagieren, und ein Plädoyer, am 24. September wählen zu gehen. – Dies ist eine Verteidigungsrede. Eine Apologie sozusagen: auf unsere Demokratie und – so politisch unkorrekt es sein mag – auch auf den Berufsstand der Politiker. Viel Schelte müssen sich diese Männer und Frauen gefallen lassen. Und zwar nicht nur solche sachlicher Natur (die ist wie der Streit wichtig und notwendig für eine lebendige Demokratie), sondern auch solche von grundsätzlicher und vor allem: von beleidigender Art…

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Pastoren sollen mehr Zeit fürs Wesentliche haben

In seiner Kolumne schreibt Jan Dieckmann u.a.: „Und macht bitte eines mehr: Nehmt Euch mehr Zeit für die Vorbereitung des Sonntags. Ich kann verstehen, dass bei der Fülle der Aufgaben, die ihr habt, der Gottesdienst oft nur eine unter vielen Aufgaben ist, die unter Druck und Zeitnot erledigt werden muss. Schade, dass es derzeit so ist. Dabei wissen wir doch, alles braucht seine Zeit. Dafür ist der Gottesdienst zu wichtig.“ Den ganzen Artikel…

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Bischof Huber: „Ohne Streit kein Zusammenhalt“

Der evangelische Bischof Wolfgang Huber beklagt, dass die Deutschen sich hinter Vorurteilen verschanzen. Das Land leide an Selbstgerechtigkeit. Ein Gespräch über Flüchtlinge und Populisten, Realos und Moralisten – und die Unfähigkeit, zu streiten. – DIE ZEIT: Herr Bischof, wann haben Sie zum letzten Mal Ihre Meinung geändert? – Wolfgang Huber: (lacht) Eine relevante Meinung? – ZEIT: Ja, bitte. – Huber…

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Pfarrer gehören bis heute zum festen Repertoire der Fernseh-Unterhaltung

Früher hießen sie „Hochwürden“, heute treten sie als handfester Hafenpastor oder alleinerziehender Vater von vier Söhnen auf – warum Pfarrer in Serien und Fernsehfilmen noch immer gefragt sind. – Von Tilmann P. Gangloff (epd) – Die größte Berufsgruppe in deutschen Fernsehserien sind selbstverständlich die Kommissare. Ärzte gibt es ebenfalls zuhauf. 1988 aber etablierte sich mit dem Überraschungserfolg „Oh Gott, Herr Pfarrer“ (ARD) ein dritter Berufsstand: Plötzlich eroberten auch Priester und Pfarrerinnen…

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Huber über deutsche Wirtschaft: „Lügen müssen Ende haben“

Wolfgang Huber, ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, spricht über Wirtschaftsethik – und verrät, weshalb er von der Entwicklung des Kirchentags enttäuscht ist. – Frage: Bischof Huber, als Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland haben Sie sich immer um gute Kontakte zur Wirtschaft und ein intensives Engagement der Kirche in der Wirtschaftsethik bemüht. Wie sehen Sie den Dieselskandal?

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EKD-Chef (em.) Bischof Wolfgang Huber wird 75

Die Wortmeldungen von Wolfgang Huber finden immer noch Gehör, auch wenn der ehemalige Berliner Bischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) seit 2009 nicht mehr im Amt ist. Aber weiterhin hat seine Meinung zu ethischen und politischen Fragen Gewicht, und seine Beiträge zur Debatte sind pointiert und präzise. Am 12. August 2017 wird der renommierte protestantische Theologe 75…

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Das Vaterunser: Verstehen, was wir beten – von Okko Herlyn (Buch-Tipp für die Ferien)

Man kann den Eindruck gewinnen, dass das Vaterunser mitunter eine Art „Allzweckwaffe“ ist, die bei jeder möglichen oder unmöglichen Gelegenheit zu passen scheint. Kein Wunder, wenn das Gebet des Herrn häufig nur noch einfach heruntergeleiert wird. Demgegenüber geht es Okko Herlyn vor allem um ein Verstehen dieses alten, vermeintlich vertrauten Textes. Dabei erweisen sich seine gewichtigen Inhalte als überaus aktuell, wie zahlreiche alltagsnahe Beispiele und gesellschaftliche und politische Zusammenhänge deutlich machen. Geschrieben…

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Ex-Ministerpräsident: Ich schweige nicht länger

Es gibt in unserem Land eine ganz neue Form von Armut. Vor vielen Jahren hat der französische Arbeiterpriester Jacques Loew sie erläutert. Er schreibt: „Arm ist der, dem niemand zuhört.“ Mehr als die Hälfte der Haushalte in den deutschen Großstädten sind heute Einpersonenhaushalte. Da sind natürlich junge Menschen dabei, die gerne für ein paar Jahre eine sturmfreie Bude haben. Es sind aber auch unglaublich viele ältere Menschen dabei, die allein sind und vereinsamen. Sie leben am Existenzminimum, aber sie haben niemanden, der ihnen zuhört. Aktuellen Artikel hier finden:

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G20-Gipfel: Wer profitiert vom „Marshall-Plan“ für Afrika?

Nicht weniger als einen Paradigmenwechsel in der deutschen Afrika-Politik hatte Angela Merkel für den G20-Gipfel angekündigt. „Compact with Africa“, „Marshall-Plan“ oder „Eckpunktepapier Afrika“: Die Programme tragen vielversprechende Namen – und folgen einem Prinzip: Staatliche Entwicklungshilfe ist out. Die Bundesregierung setzt auf private Investoren, die Afrika mit Milliardensummen helfen sollen. Doch die Strategie weckt Zweifel… 

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Zufällig wieder entdeckt: Ein Gebet von Karl Barth…

…das zum Sonntag, 9.7.2017 im Herrnhuter Losungsheft stand: „Herr, unser Gott! Wir danken dir, dass in Jesus Christus dein lebendiges Wort in diese Welt und auch zu uns gekommen ist. Erhalte uns, dass wir seine Hörer bleiben und täglich neu werden. Gib, dass es aufwecke die Schlafenden, dass es tröste die Betrübten, dass es zurechtweise die Irrenden, dass es unser aller Sünden bedecke und uns alle aufrufe zu einem Leben in der Liebe und in der Hoffnung.“ Karl Barth

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